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23-03-08
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Marktkommentar: Robuste Alte Welt
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Die US-Wirtschaftsdynamik verlor im vierten Quartal 2007 mit einem Wachstum von lediglich 0,6% gegenüber dem Vorquartal deutlich an Schwung. Wir haben unsere Erwartungen
für das laufende Jahr reduziert und gehen nun von zwei schrumpfenden Quartalen in der ersten Jahreshälfte aus. Unverändert bleiben wir bei unserem Szenario, wonach
die tieferen Leitzinsen und das US-Steuersenkungspaket zur Stützung der Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte greifen werden.
Wie sieht in diesem Umfeld die wirtschaftliche Situation in Europa und im Rest der Welt aus? Bisher erstaunlich positiv. Vorauslaufende Indikatoren wie der deutsche IFO-Index sind
vergleichsweise stabil und die Beschäftigung nimmt weiter zu. Am eindrücklichsten sieht es aber auf der Unternehmensgewinnseite aus. Zwar werden auch in Europa die
Gewinne für das Jahr 2007 und das laufende Jahr etwas zurückgenommen, aber in wesentlich kleinerem Ausmass als in den USA. Dies deutet darauf hin, dass trotz
Globalisierung die Welt nicht einfach im völligen Gleichschritt ist, was auch von verschiedenen Studien bestätigt wird. In untenstehender Tabelle 1 sind die
Korrelationen der verschiedenen weltwirtschaftlichen Regionen hinsichtlich Konjunkturzyklus während der letzten zwölf Jahre aufgeführt. Ein Korrelationswert von
0,46 zwischen Europa und den USA bedeutet vereinfacht, dass falls sich die Wirtschaftsdynamik in den USA um 1% verringert, sich dann in Europa die Konjunktur lediglich um 0,46%
reduziert. Es fällt zudem auf, dass die "Emerging Markets" noch weniger zum Rest der Welt korreliert sind; teilweise sogar negativ.
Eine automatische Gleichsetzung der Wirtschaftsentwicklung in den USA mit dem Rest der Welt erscheint mit diesen Daten nicht gerechtfertigt. Dieses Resultat ist jedoch nicht zu
verwechseln mit dem Umstand, dass die Finanzmärkte dieser Regionen dennoch stärker korrelieren als die Wirtschaftsentwicklung (Tabelle 2). In Krisenzeiten wie diesen ist
dies besonders ausgeprägt. Für uns Anleger bedeutet dies somit: Professionell diversifizieren mittels Multi Asset Class Strategien, welche moderne Anlageklassen wie
Hedge Funds, Rohwaren, Infrastruktur/Immobilien oder inflationsgeschützte Obligationen stark gewichten.
Tabelle 1: Korrelation zwischen dem realen BIP-Wachstum
Korrelationskoeffizient (1995-2007)
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USA
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Japan
|
Europa
|
China
|
Indien
|
Russland
|
|
USA
| | | | | | |
|
Japan
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0.42
| | | | | |
|
Europa
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0.46
|
0.09
| | | | |
|
China
|
-0.03
|
0.62
|
-0.48
| | | |
|
Indien
|
0.12
|
0.35
|
-0.48
|
0.56
| | |
|
Russland
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-0.08
|
0.20
|
-0.08
|
-0.12
|
-0.08
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Tabelle 2: Korrelation zwischen den Aktienmärkten
Korrelationskoeffizient (1995-2007)
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USA
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Japan
|
Europa
|
China
|
Indien
|
Russland
|
|
USA
| | | | | | |
|
Japan
|
0.42
| | | | | |
|
Europa
|
0.78
|
0.09
| | | | |
|
China
|
0.42
|
0.25
|
0.30
| | | |
|
Indien
|
0.26
|
0.32
|
0.32
|
0.29
| | |
|
Russland
|
0.42
|
0.33
|
0.40
|
0.36
|
0.26
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Dr. Thomas Steinemann
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| Chefstratege der Vontobel-Gruppe |

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| +41 (0)58 283 78 44 |
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