Zeitschriften in der digitalen Transformation

Digitalisierung 25.10.2018
Lesezeit: 1 Minute(n)

Ein Interview mit Fedele Usai, CEO Condé Nast Italien

Sinkende Auflagenzahlen, geringere Erlöse durch Werbeeinnahmen, immer mehr Leser wandern in digitale Medien ab - die internationale Zeitschriftenbranche befindet sich im wirtschaftlichen Sinkflug. Ihre Verleger suchen fieberhaft nach neuen Erlösquellen. Vontobel spricht mit einem Manager, der neue Wege aufzeigt.

Fedele Usai, CEO Condé Nast Italia


Der amerikanische Condé Nast Verlag ist einer der grössten Privat-Verlage der Welt. Mit seinen Zeitschriften-Ikonen wie «Vogue», «GQ», «Vanity Fair», «Architectural Digest» oder «Wired» führt er das internationale Luxus-Segment gedruckter Hochglanzmagazine an. Condé Nast verlegt insgesamt über 135 Titel in 25 Ländern weltweit.

Eine Branche sucht neue Wege

Seit Jahren leidet die Branche unter massiven wirtschaftlichen Einbussen. Immer weniger Kunden gehen jede Woche an den Zeitschriften-Kiosk, um sich ein Magazin zu kaufen. Mit den sinkenden Auflagenzahlen reduzieren auch die prestige- und wirtschaftsträchtigen Anzeigenkunden Stück für Stück ihre Investitionen auf gedrucktem Papier. Die Budgets werden vermehrt in digitale Medien umgeschichtet. Was also können die Verlage tun, um sowohl ihr lesende, als auch ihre werbetreibende Kundschaft weiterhin bei der Stange zu halten? Sie müssen sich mit der Strahlkraft ihrer Marken neue Erlösquellen erschliessen.

Luxus in 360 Grad

Fedele Usai, CEO von Condé Nast Italien, ist einer der modernen Vordenker im internationalen Zeitschriften-Geschäft. Anders, als viele seiner Manager-Kollegen kommt er nicht aus dem Verlagsgeschäft, sondern war zuvor Chef einer grossen Werbeagentur. Das heisst, Fedele Usai kennt sich mit dem Wert von Marken aus.

Für Condé Nast schlägt er nun völlig neue Wege in der Vermarktung ein. Seine Credos für die Zukunft sind:

  1. Erkenne und bewerte den Wert Deiner Marke
  2. Schaffe eine Faszination für Deine Marke und nutze sie
  3. Besinne Dich auf Deinen Markenkern, erstklassige Inhalte zu generieren
  4. Erreiche Deinen Kunden an neuen, ungewohnten Orten
  5. Entwickele eine 360-Grad-Strategie für Deine Inhalte - analog wie digital
     

Die Zukunft von Vogue & Co.

Erfahren Sie im Video-Interview mit Fedele Usai, wie er die Zukunft der Hochglanz-Zeitschriften á la Vogue, GQ oder Vanity Fair sieht und welche Chancen die digitale Transformation dabei bietet.

Über Fedele Usai

Fedele Usai war als Manager in Italien für Werbeagenturen wie Leo Burnett und TBWA, sowie für den Autohersteller Fiat tätig. 2011 wechselte er zum Zeitschriftenverlag Condé Nast. Seit September 2017 ist er CEO und Managing Director von Condé Nast Italia.

Wie sehr bestimmen Algorithmen, Big Data und Künstliche Intelligenz unser Leben heute – und noch viel mehr morgen? Antworten darauf suchen Mathematiker, Forscher, Philosophen und jeder einzelne von uns. Das Interview mit Fedele Usai ist einer von zahlreichen Beiträgen, die das Thema «Digitale Gesellschaft» aus einem neuen, inspirierenden Blickwinkel beleuchten. Wir publizieren sie hier als Teil unserer Serie «Impact».