Familienbetriebe: Frauen übernehmen das Ruder

Trends 23.04.2019
Lesezeit: 1 Minute(n)

Bei Gründern und Unternehmern ist der Zeitpunkt für die Pension nicht in Stein gemeisselt. Die Baby-Boomer unter ihnen kommen nun aber dennoch in ein Alter, wo die Frage der Nachfolge unausweichlich wird. Für viele ist eine Weitergabe der Zügel in der Familie ein Bedürfnis. Dabei rücken mehr als je zuvor Töchter nach. Und das kann sich über die Grenzen der Firma hinaus – in Branche, Wirtschaft und Gesellschaft – bemerkbar machen.

Familienfirmen machen einen Grossteil der Unternehmen aus, sorgen für die meisten privatwirtschaftlichen Arbeitsplätze, und sind an den Aktienmärkten prominent vertreten. Wenn ein Trend sie erfasst – wie etwa ein zunehmender Frauenanteil in der Unternehmungsführung – hat dies weitreichende Konsequenzen für die Gesamtwirtschaft und für Investoren.

Baby-Boomer und ihre Töchter

Dass die Nachfolge in der Familie bleibt, ist ein weit verbreiteter Wunsch – nicht nur unter Patrons von altem Schrot und Korn. Früher hiess dies wohl, die Firma an den Sohn zu übergeben. Bei der aktuellen Pensionswelle der Baby-Boomer kommen vermehrt auch Töchter (oder Nichten, Schwiegertöchter etc.) zum Zuge, und zwar durchs Band, also auch in traditionell männlich dominierten Branchen. Dies hat das Potenzial, den Charakter dieser Branchen zu verändern.

Viele KMU-Unternehmer gehören zur geburtenstarken Baby-Boomer-Generation, die in den nächsten zehn Jahren das ordentliche Pensionierungsalter erreicht. Die Zahl der Unternehmer, die ihren Betrieb übergeben möchten, dürfte daher ansteigen.*

Potenzielles Signal für Anleger

Aus entsprechenden Studien ist bekannt, dass Frauen auf der Führungsebene einer Unternehmung guttun. Zudem scheint naheliegend, dass Firmen, die hier eine Vorreiterrolle übernehmen, auch in anderen Belangen vorausschauend denken. Mindestens ist dies jetzt noch so. In nicht allzu ferner Zukunft, dürften sich frauendominierte Führungsgremien nicht mehr als Signal an Investoren eignen, da sie zu häufig und zu gleichmässig verteilt auftreten.

Risiken von Investitionen in Finanzmärkte

Investitionen in Finanzmärkte sind mit Risiken verbunden. Kurs, Wert und Ertrag einer Anlage hängen unter anderem von der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Kurs der zugrundeliegenden Wertpapiere ab.

 

*Universität St. Gallen, Herausforderung Generationenwechsel, 2016

Weitere Informationen

Möchten Sie mehr zu unserem Trend "Family Influenced Businesses" wissen? Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen zur Verfügung.

Kontaktieren Sie uns