Digital einkaufen, aber bitte regional

Trends 11.04.2019
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E-Commerce ist per Definition ein weltweites Phänomen. Die globale Betrachtungsweise kaschiert allerdings regionale Unterschiede. Anleger können so Chancen verpassen.

Rund ein Zehntel des globalen Einzelhandelsumsatzes wird online erwirtschaftet und Branchenkenner erwarten zweistellige Zuwachstaten über die nächsten Jahre. Doch dieses Wachstum wird nicht gleichmässig über den Erdball verteilt sein. Grob gesagt, und mit Ausnahmen, ist E-Commerce eine Angelegenheit der Jugend. Millennials stellen den Grossteil der Kunden verschiedener Plattformen, seien dies dominante Player wie Amazon oder schnelllebige Nischenanbieter.

Wachstum in Asien

Die besten Wachstumschancen bestehen wohl dort, wo der Anteil dieser Generation an der Gesamtbevölkerung hoch und die entsprechende Kaufkraft vorhanden ist - und wo zudem die Marktdurchdringung noch relativ gering ist. So betrachtet leuchtet es ein, dass im Moment das stärkste E-Commerce-Wachstum in Asien erwartet wird. Online-Einzelhändler konzentrieren sich zunehmend auf diese Märkte. Firmen, welche die lokalen Gegebenheiten kennen und nutzen, sind im Vorteil. Sie sind oft ortsansässig, vertraut mit dem regulatorischen Umfeld oder den Zahlungsgewohnheiten. Wussten Sie, dass 50 Prozent der chinesischen Bevölkerung ein Cyberwallet benutzt? In den USA sind das lediglich 17 Prozent.

Schwellenländer in den Startlöchern

Die nötigen Entwicklungsschritte werden auch in anderen Weltregionen ankommen. In vielen Schwellenländern sehnt sich eine wachsende, gut ausgebildete und technisch versierte Mittelschicht nach den neusten Gütern und Dienstleistungen. Jene Firmen, die auch hier die Bedürfnisse erkennen und mit dem relevanten regionalen Spürsinn abdecken, werden gute Aussichten haben.

In unmittelbarer Zukunft wird jedoch am Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum kein Weg vorbeiführen.

Risiken von Investitionen in Finanzmärkte

Investitionen in Finanzmärkte sind mit Risiken verbunden. Kurs, Wert und Ertrag einer Anlage hängen unter anderem von der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Kurs der zugrundeliegenden Wertpapiere ab.