Plastic Oceans – Einfluss nehmen als Impact Investor

Insights 30.10.2018 von Thomas Trsan
Lesezeit: 2 Minute(n)

Kunststoffe sind aus der Industrie nicht mehr wegzudenken. Doch mittlerweile ist Plastik zu einem Umwelt- und Gesundheitsproblem geworden. Diverse Initiativen engagieren dafür, die Verschmutzung zu minimieren und auch Investoren können einen Betrag leisten.

Plastikabfälle in unseren Ozeanen sind ein ernstes Umweltproblem und betreffen uns alle. Bis zu zehn Millionen Tonnen Plastik gelangen nach Schätzungen von Wissenschaftlern jedes Jahr in unsere Ozeane. Dem Salzwasser und ultraviolettem Licht ausgesetzt, zerfällt es in «Mikroplastikteilchen», die klein genug sind, um von Seevögeln, Korallen und Fischen gefressen zu werden. In Form von Lebensmitteln landen sie schliesslich auch auf unseren Tellern und in unserem Körper. Im Jahr 2050 könnte sich das Gewicht von Kunststoff in den Gewässern der Welt gegenüber 2015 fast verdoppeln und das Gewicht aller Fische übertreffen, prognostiziert das Weltwirtschaftsforum.

Was wird getan?

Ende 2017 unterzeichneten fast 200 Länder eine UN-Resolution zur Beseitigung der Plastikverschmutzung im Meer in der Hoffnung, den Weg zu einem rechtsverbindlichen Vertrag zu ebnen. Darüber hinaus hat die Europäische Union eine Strategie lanciert, um alle Kunststoffverpackungen bis 2030 recyclingfähig zu machen und den Anteil des Recyclings in den nächsten sieben Jahren von 30 auf 55 Prozent zu erhöhen.

Innovative Herangehensweisen sind gefragt: Beim Projekt «The Sea Cleaners» geht es beispielsweise darum, die «Manta» zu bauen, die schnellstmöglich Plastikabfälle einsammelt, bevor diese absinken und ausser Reichweite sind.

Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer staatlicher, privatwirtschaftlicher und privater Initiativen. Sie reichen von Abgaben auf Plastiktüten über die Reduktion des Einsatzes von Plastik bis hin zur Beseitigung des bereits im Meer vorhandenen Plastikmülls. Sie sind jedoch nur ein Anfang. Ebenso muss weltweit die Infrastruktur für die Abfallentsorgung aufgebaut oder modernisiert werden. Gleichzeitig braucht es Unternehmen, die die lancierten Initiativen mittragen. Unternehmen, die sich frühzeitig mit der Minimierung des Plastikstreuproblems beschäftigen, können ihre nachhaltige Herstellung, Abfallentsorgung und Wiederverwertung auch frühzeitig als Wettbewerbsvorteil nutzen.

Seien Sie ein Teil der Lösung

ESG-orientierte Anleger und Impact Investoren (Anleger, die Investments mit messbarer ökologischer und sozialer Wirkung tätigen) sollten die Verpflichtungen und Initiativen der Unternehmen zur Reduzierung von Kunststoffverpackungen oder zur Sicherstellung einer hundertprozentigen Wiederverwertbarkeit von Kunststoffverpackungen aufmerksam verfolgen. Sie können dazu beitragen, dass sich Unternehmen an Initiativen zur Veränderung des Konsumverhaltens beteiligen sowie Aufklärungskampagnen über die Wiederverwendung und das Recycling von Kunststoffen starten.

Gelingt Unternehmen der Übergang vom traditionellen Plastik zu dessen Reduktion, Ersatz und hundertprozentiger Recyclingfähigkeit, sieht Vontobel eine deutlich steigende finanzielle Wertschöpfung und positive ökologische und soziale Auswirkungen.

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