Smart Farming: die Zukunft der Landwirtschaft

Trends 02.05.2018 von Dan Scott
Lesezeit: 2 Minute(n)

Smart Farming könnte zur Voraussetzung für die zukünftige landwirtschaftliche Produktion werden, um die stetig steigende weltweite Nachfrage nach Nahrungsmitteln zu decken. Zu den aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft gehören veränderte Witterungsbedingungen und ein rückläufiges Wachstum der Ernteerträge.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung bis 2050 auf 9,6 Milliarden Menschen ansteigen, wobei sich die weltweite Nahrungsmittelproduktion um 70 % erhöhen dürfte, um den neuen Bedarf zu decken. Gleichzeitig steht die Landwirtschaft jedoch vor grossen Herausforderungen wie der begrenzten Verfügbarkeit von Ackerland, dem steigenden Bedarf an Frischwasser und den Auswirkungen des Klimawandels.

Eine Lösung für diese Probleme ist der Einsatz intelligenter Anbaumethoden. Smart Farming setzt dabei auf Informations- und Kommunikationstechnologien und neue Produktionsmethoden, um die Produktivität zu steigern. Präzisionslandwirtschaft , Vertikale Landwirtschaft und Biologika  sind die drei Säulen der Landwirtschaft von morgen.

Überbrückung der Nahrungsmittelknappheit

Präzisionslandwirtschaft sorgt dafür, dass Ressourcen effizienter eingesetzt werden können. Mit präziser Pflanzung, Düngung und Bewässerung können Landwirte mehr Nahrungsmittel auf der gleichen Fläche produzieren. Moderne Traktoren liefern auch grosse Mengen an Informationen für die Analyse, die zur Ertragssteigerung weiterverarbeitet werden können.

Erhöhung der Nahrungsmittelversorgung in dicht besiedelten Städten

Vertikale Landwirtschaft ist eine Technik, bei der Lebensmittel in vertikal gestapelten Schichten oder auf vertikal geneigten Flächen angebaut werden. Dadurch lässt sich die Anbaufläche um ein vielfaches vergrössern. Zum Beispiel an Hausfassaden oder auf künstlichen Hängen können Lebensmittel angebaut werden. Gesünder ist das auch. Die Produktion kommt fast ohne Pestizide und mit weniger Wasser aus.

Landwirtschaftliche Praxis im Wandel

Mit dem Einsatz von Biologika als Dünger, zur Verbesserung der Nährstoffaufnahme aus dem Boden und zur Schädlingsbekämpfung lässt sich die Produktivität der Landwirtschaft weiter steigern. Biologika werden aus natürlichen Materialien wie Pflanzenextrakt und natürlich vorkommenden Mikroorganismen gewonnen.

Globaler Markt für Präzisionslandwirtschaft

 

Quelle: Statista, Acumen Research & Consulting

Der weltweite Markt für intelligente Landwirtschaft wird 2021 voraussichtlich rund 204 Mrd. USD erreichen (gegenüber 152 Mrd. USD im Jahr 2016) und mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 6% wachsen. Bei den Subthemen Präzisionslandwirtschaft (CAGR 21%) und vertikale Landwirtschaft  (CAGR 18%) wird dabei der höchste Wachstum erwartet. Ausgewählte Anbieter von innovativen Gütern und Dienstleistungen rund um das Thema Smart Farming dürften somit von der zunehmenden Digitalisierungsnachfrage profitieren.

 

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