The State of the Ocean – Ein Abend zum Thema Nachhaltigkeit

Insights 16.05.2019
Lesezeit: 2 Minute(n)

Die Weltmeere befinden sich in einem kritischen Zustand. Kann der Kollaps des sensiblen Ökosystems noch abgewendet werden oder ist es bereits zu spät, um etwas zu bewirken? Um diese Fragen und Lösungsansätze für einen nachhaltigeren Umgang mit den Weltmeeren zu erörtern, veranstaltete Vontobel am 8. Mai gemeinsam mit der Swedish Swiss Chamber of Commerce (SSCC) und der Uppsala University Switzerland Alumni Chapter (UUSAC) einen Themenabend.

Für Vontobel bedeutet unternehmerische Verantwortung, den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Umwelt und Gesellschaft – zu entsprechen und nachhaltige Anlagelösungen anzubieten. Dieser Dreiklang war auch der rote Faden für einen Themenabend, zu dem Vontobel gemeinsam mit der Swedish Swiss Chamber of Commerce (SSCC) und der Uppsala University Switzerland Alumni Chapter (UUSAC) einlud.

Zum Zustand der Weltmeere

Der stärkste Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel ist der Ozean. Er schluckt nicht nur den Grossteil der Erwärmung, sondern speichert auch mehr CO2 als Atmosphäre und Landbiosphäre zusammen. Carl Gustaf Lundin, leitender Meeres- und Polarforscher des IUCN Global Marine and Polar Programme, zeigte in seinem Vortrag den bedenklichen Zustand der Ozeane auf: Korallensterben, Eisschmelze, Wetterkatastrophen und an Plastik verendende Tiere – um nur einige Folgen der Klimaerhitzung und Verschmutzung der Meere zu nennen.

Dank zahlreicher Medienberichte ist das Plastikproblem in den letzten Monaten ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Europa verfügt über ein relativ gutes Abfallmanagement. Ganz anders ist dies in China, Indien und Südasien, Afrika, dem Mittleren Osten sowie Ostasien – diese Regionen verursachen knapp 90 Prozent des Plastikabfalls, der in den Ozeanen landet. So hinterlassen wir den grössten Teil „unseres persönlichen Plastikabdrucks“ oftmals in Ferienregionen mit schlechtem oder ungenügendem Plastikmanagement wie Thailand oder den Malediven. Es gilt, betroffene Länder gezielt mit entsprechenden Investitionen zu unterstützen.

Carl Gustaf Lundin über den Zustand der Weltmeere (Bildcredits: Eva Zingg)

Beim Thema Mikroplastik schneidet Europa gleich schlecht ab wie andere Kontinente. Schliesslich stammt der Grossteil des Mikroplastiks in den Ozeanen von synthetischer Kleidung, Reifenabrieb und Grossstadtstaub. In der Pflicht stehen die Auto-, Reifen- und Waschmaschinen-Hersteller – aber auch wir als Konsumenten.

Den verschiedenen Projekten zur Säuberung der Meere steht Carl Gustaf Lundin skeptisch gegenüber, denn nur ein geringer Teil des Plastiks treibe an der Meeresoberfläche. Generell unterstützt der Forscher die Ausweitung von Meeresschutzgebieten und Investitionen in den Schutz sowie die Wiederaufforstung von Mangrovenwäldern. Sein Fazit: Es liege in unserer Verantwortung, das Meer zu retten, denn es könne Jahrzehnte dauern, bis heutige Massnahmen greifen.

Vontobel engagiert sich vielseitig

Der Blick in die Unternehmensgeschichte von Vontobel zeigt, dass nachhaltiges Handeln in unterschiedlichen Facetten immer ein Bestandteil der Unternehmenskultur gewesen ist. Natalie Ernst, Corporate Sustainability Manager bei Vontobel, stellte in ihrem Vortrag einige Beispiele vor. So hat Vontobel seit der Gründung konsequent seine Eigenkapitalbasis ausgebaut. Das Unternehmen stellte bereits ab 1987 den Eigenhandel ein und führte 2001 mit der Einheitsaktie den Grundsatz „eine Aktie – eine Stimme“ ein. Vontobel selber ist seit 2009 klimaneutral, bezieht seine Energie aus nachhaltigen Ressourcen und spendet noch funktionstüchtige elektronische Geräte, die den hohen Geschäftsanforderungen nicht mehr entsprechen, an die Stiftung «AfB social & green IT». Im Bereich Gesellschaft setzt sich Vontobel seit vielen Jahren für das Internationale Rote Kreuz ein (mehr erfahren). 

v. l. n. r. Björn Wettergren, Carl Gustaf Lundin, Eva Fiorenzoni und Thomas Trsan (Bildcredits: Eva Zingg)

Nachhaltig investieren

Dass Wasser auch ein Investitionsthema ist, zeigte Thomas Trsan, ESG and Impact Investing Specialist bei Vontobel mit seinem Vortrag. Er stellte verschiedene Möglichkeiten für nachhaltige Investitionen vor, zum Beispiel in die Wassergewinnung und -speicherung, die Wasserinfrastruktur und die Wassereffizienz. Unternehmen, die in den Bereichen Wasser/Abwasser, Abfallentsorgung und Energieversorgung tätig sind, böten Potenzial. Indem sie Zugang zu sauberem Trinkwasser oder den Anschluss ans Sanitärsystem ermöglichen, leisten sie auch einen gesellschaftlichen Beitrag.

Weitere Informationen

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