
Neue Wachstumspole in Asien – warum sich ein Blick auf China lohnen könnte
Publiziert am 26.01.2026 MEZ
Die globale Wirtschaft befindet sich im Umbruch. Während Europa und Nordamerika mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert sind, gewinnt Asien zunehmend an Bedeutung. China hat sich dabei in den vergangenen Jahrzehnten von einem stark exportorientierten Produktionsstandort zu einem Innovationszentrum entwickelt. Welche Bedeutung hat dieser Wandel für Anlegerinnen und Anleger? Wo entstehen neue Wachstumsfelder – und welche Risiken gilt es zu berücksichtigen?
Asien im Aufbruch: China als treibende Kraft
Aufstrebende Volkswirtschaften in Asien, allen voran China, verschieben zunehmend die globalen Kräfteverhältnisse. Unseren Experten nach hat Asien, gemessen am weltweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Eurozone bereits überholt und sich dem Niveau der USA angenähert. Laut Prognosen des Internationalen Währungsfonds könnte die Wirtschaftsleistung der Region bis 2030 auf rund USD 38 Billionen steigen – fast doppelt so viel wie vor einem Jahrzehnt.
Asien ist damit längst mehr als eine Wachstumsregion. Es entwickelt sich zu einem strukturellen Disruptor der globalen Wirtschaftsordnung – mit China als treibender Kraft.
Vom Produktionsstandort zum Innovationszentrum
China hat seine wirtschaftliche Rolle grundlegend neu definiert. Einst als „Werkbank der Welt“ bekannt, ist das Land heute ein eigenständiges Innovationszentrum. Wie gelingt es China, seine Wertschöpfung zunehmend innerhalb Asiens aufzubauen?
Staatliche Massnahmen fördern die wirtschaftliche Unabhängigkeit, die technologische Führerschaft und den Aufbau eigener Wertschöpfungsketten. Externe Faktoren wie US-Beschränkungen bei Schlüsseltechnologien – etwa Halbleiter oder Künstliche Intelligenz (KI) – haben diesen Wandel zusätzlich beschleunigt. Gleichzeitig gewinnt der Binnenmarkt an Bedeutung: Inländische Transaktionen fördern die Wirtschaft und schaffen neue Möglichkeiten für heimische Unternehmen.
Pragmatische Innovation im KI-Zeitalter
Der 15. Fünfjahresplan, dessen Verabschiedung für März 2026 vorgesehen ist, soll den Übergang von einem exportorientierten Produktionsstandort zu einer innovationsgetriebenen Volkswirtschaft bekräftigen. Schwerpunkte des Plans liegen auf technologischer Unabhängigkeit, gezielten Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie der Förderung strategisch wichtiger Schlüsselindustrien.
Besonders sichtbar wird dieser Ansatz im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Während die USA auf technologische Durchbrüche und experimentelle KI-Modelle setzen, liegt Chinas Fokus auf der schnellen Umsetzung und breiten Skalierung bestehender Technologien. Zentrale Datenverfügbarkeit, staatlich koordinierte Regulierung und grossflächige Implementierung erleichtern die Anwendung in Wirtschaft und Alltag.
Geopolitisch bedingte Einschränkungen, etwa bei der Chipversorgung, haben den Fokus auf Effizienz und anwendungsorientierte Innovationen zusätzlich geschärft. So entsteht ein KI-Ökosystem, das weniger auf technologische Spitzenleistungen als auf wirtschaftliche Einbindung und breite Nutzung ausgerichtet ist. Dies prägt zunehmend, wie KI weltweit eingesetzt wird. Der pragmatische Innovationsansatz und die schnelle Skalierung neuer Technologien wirken sich dabei nicht nur auf einzelne Branchen aus. Vielmehr entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette neue Wachstumsfelder, die Chinas technologische Entwicklung langfristig vorantreiben.
Vier potenzielle Wachstumsfelder in China
Chinas Transformation hin zu einer innovationsgetriebenen Wirtschaft schafft neue Wachstumsfelder, die Anlegern langfristige Chancen bieten können.
Chinesischer Tech-Sektor: Neue Perspektiven abseits traditioneller Märkte
Chinas Wandel hin zu einem innovationsgetriebenen Wirtschaftsmodell könnte langfristige Wachstumspotenziale eröffnen. Staatliche Förderung, ein dynamischer Binnenmarkt und die zunehmende Unabhängigkeit von globalen Lieferketten schaffen ein vorteilhaftes Umfeld für innovative Unternehmen.
Doch mit den Chancen gehen auch Herausforderungen einher. Geopolitische Spannungen, regulatorische Unsicherheiten und die Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung könnten die Geschwindigkeit und Richtung der Transformation beeinflussen. Eine sorgfältige Abwägung dieser Faktoren könnte bei der Einordnung hilfreich sein.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Unsere Expertinnen und Experten teilen gerne ihre Einschätzungen und stehen für ein unverbindliches Gespräch zur Verfügung.
Publiziert am 26.01.2026 MEZ

