Photo of a kids play mirror on a plastic stand

A New Gaze 5 – 2026

Prozess und Jury

Die fünfte Ausgabe unseres alle zwei Jahre vergebenen Kunstpreises «A New Gaze» richtet den Fokus auf die Schweiz, das Herkunftsland von Vontobel, und lädt Schweizer Künstlerinnen und Künstler sowie internationale Positionen mit Wohn- oder Arbeitsort in der Schweiz ein, sich mit dem Thema «Switzerland 2084» auseinanderzusetzen.

Wie bei jeder Ausgabe haben wir mit Expertinnen und Experten aus der lokalen Kunstszene zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass der Nominierungsprozess eine Vielzahl fotografischer Ansätze widerspiegelt. Insgesamt wurden 46 junge und aufstrebende Künstlerinnen und Künstler eingeladen, vorgeschlagen von 31 Nominierenden deren wertvolle Unterstützung wesentlich dazu beigetragen hat, eine so grosse Vielfalt an Perspektiven für «A New Gaze 5» zu versammeln.

Wir danken den folgenden Nominatorinnen und Nominatoren herzlich für ihre Zeit und Expertise:

Mohamed Almusibli, Mitchell Anderson, James Bantone, Francesca Benini, Ann Christine Bertrand, Dr. Jonas Beyer, Charles Blunier, Marco De Mutis, Dr. Tobia Bezzola, Fanny Fetzer, Conradin Frei, Andrea Gohl, Nathalie Herschdorfer, Stefanie Hessler, Sabine Himmelsbach, Claire Hoffman, Milo Keller, Samuel Leuenberger, Selma Meuli, Yann Mingard, Taiyo Onorato, Giangivino Pazzola, Diana Poole, Stefan Puttard, Sabine Schaschl, Amelie Rose Schüle, Stefano Stoll, Mirjam Varadinis, Nadia Veronese, Nadine Wietlisbach, und Lars Willumeit.

Ebenso möchten wir allen Kunstschaffenden die einen Projektvorschlag eingereicht haben, für ihre Ideen und ihr Engagement danken. Besonders erwähnen möchten wir auch die weiteren Finalistinnen und Finalist Roman Selim Khereddine sowie Laurence Rasti und Zoé Aubry, die mit einem gemeinsamen Vorschlag teilgenommen haben.

Im Mai 2025 prüfte unsere Jury im Rahmen einer zweitägigen Sitzung insgesamt 33 Projekteingaben. Die Kern-Jury bestand aus zwei eingeladenen externen Mitgliedern und Expertinnen für Fotografie in der Schweiz: Danaé Panchaud, Direktorin des Centre de la photographie Genève, und der international bekannten Schweizer Künstlerin Shirana Shahbazi, sowie Georgina Casparis, Head & Curator Art Vontobel. Für die endgültige Entscheidung wurden sie durch Mitglieder der Vontobel Kunstkommission ergänzt, darunter deren Präsident, Vontobel Vorstandspräsident Andreas Utermann.

Picture of the A New Gaze Jury

Die Jury

v.l.n.r: Georgina Casparis, Danaé Panchaud und Shirana Shahbazi. Alle portraitiert von Sammlungskünstlerin Anne Morgenstern.

Für die fünfte Ausgabe des Kunstpreises «A New Gaze» wurden Künstlerinnen und Künstler nicht, wie üblich, dazu eingeladen, auf die Gegenwart zu reagieren, sondern mögliche Zukunftsszenarien für unser Land zu denken und zu gestalten. Der Gedanke an die Schweiz im Jahr 2084 birgt sowohl hoffnungsvolles Potenzial als auch tiefe Unsicherheiten. Während sich viele Projekte auf Letzteres konzentrierten, zeichnete sich Jiajia Zhangs Konzept durch einen nachdenklich-kraftvollen Perspektivenwechsel aus und schlägt, medienübergreifend umgesetzt, eine mögliche zukunftsweisende Momentaufnahme der Gegenwart vor.
Mit der Auszeichnung von Zhang würdigt die Jury sowohl die Qualität ihrer künstlerischen Praxis als auch die emotionale Klarheit ihrer Vision: Sie verweist auf unsere kollektive Teilhabe und darauf, dass die Erinnerungen von morgen durch das Handeln von heute geprägt werden.

– Die ANG5 Jury

Über Danaé Panchaud und Shirana Shahbazi

Portrait of Danae Panchaud

Danaé Panchaud

Direktorin des Centre de la photographie Genève

Danaé Panchaud ist eine Schweizer Ausstellungskuratorin, Museologin und Dozentin mit Spezialisierung auf Fotografie. Seit 2022 ist sie Direktorin des Centre de la photographie Genève, nachdem sie von 2018 bis 2021 das Photoforum Pasquart in Biel geleitet hat. Seit 2007 war sie in verschiedenen Schweizer Institutionen in den Bereichen zeitgenössische Kunst, Design und Wissenschaft tätig, darunter das Centre d’Art Contemporain Genève, die Gallery SAKS, die Fondation Verdan und das mudac. Seit 2012 arbeitet sie zudem als freie Kuratorin und hat Ausstellungen für zahlreiche Schweizer und internationale Museen, unabhängige Kunsträume und Galerien realisiert. Sie verfasst regelmässig Beiträge für Monografien zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, Ausstellungskataloge und thematische Publikationen. Seit 2014 ist sie zudem als Dozentin an Kunst- und Fotografieschulen in der Schweiz tätig, u.a. seit 2023 Teil der Fakultät des CAS in Theory and History of Photography an der Universität Zürich.

Portrait of Shirana Shahbazi

Shirana Shahbazi

Schweizer Künstlerin

Die in Teheran geborene Künstlerin Shirana Shahbazi lebt und arbeitet seit 1997 in Zürich. Sie ist international bekannt für ihren konzeptuell stringenten Ansatz in der Fotografie, in dem sie das Verhältnis von Abstraktion und Repräsentation untersucht. Ihre Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit, darunter das Aargauer Kunsthaus in Aarau, das Guggenheim Museum in New York, das Kunstmuseum Zürich, das Museum of Modern Art (MoMA) in New York, die Tate Modern in London sowie das Sprengel Museum in Hannover, um nur einige zu nennen. Ihre Arbeiten wurden in bedeutenden internationalen Institutionen gezeigt, darunter im Museum of Modern Art (MoMA) in New York, im Hammer Museum in Los Angeles, in der Barbican Art Gallery in London sowie an der Biennale von Venedig. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ist sie als Gastdozentin im Master-of-Fine-Arts-Programm der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) tätig. Gemeinsam mit Manuel Krebs hat sie zahlreiche Künstlerbücher und Monografien veröffentlicht. Im Jahr 2019 wurde sie mit dem renommierten Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet.

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