5 Tipps für den Einkauf in die Pensionskasse

Insights, Videos, Vermögen & Vorsorge Aktualisiert am 30.04.2021
Ursprünglich veröffentlicht am 09.06.2020 Lesezeit: 1 Minute(n)

Freiwillige Einkäufe in die Pensions­kasse gelten als attraktive Option, um Steuern zu sparen. Aber es gibt auch Einschränkungen und Risiken, die man besser vorgängig klären sollte.


Ein freiwilliger Einkauf in die Pensions­kasse (PK) bedeutet, dass man seine 2. Säule mit zusätzlichen Einzahlungen erhöht, um eine sogenannte Beitragslücke zu schliessen.

Eine Beitragslücke kann zum Beispiel nach einer Lohnerhöhung entstehen: Der neue, höhere Lohn spiegelt sich nicht vollständig in der PK wider, denn das tiefere Einkommen aus den Vorjahren fällt im Durchschnitt stärker ins Gewicht. Diese Beitragslücke lässt sich zum Glück ausgleichen, sofern die finanziellen Verhältnisse dies erlauben.

Doch wie sinnvoll ist der freiwillige Einkauf, wenn man alle Faktoren berücksichtigt: von den Steuern über die Renditen bis zu den Pensionskassenleistungen? Auch kantonale Sonderregeln sind in diesem Zusammenhang ein wichtiger Faktor.

Lohnt sich der Einkauf in die Pensionskasse?

Dieser Fünf-Punkte-Check hilft Ihnen zu beurteilen, ob ein Einkauf in die PK sinnvoll ist:

  

  • Auswirkungen auf die PK-Leistungen

    Wirkt sich der einbezahlte Betrag auch positiv auf Ihre Pensions­kassen­leistungen aus? Wichtig ist hier, dass Ihre Sparziele und Risiko­überlegungen von der gewählten Vorsorge­lösung nicht untergraben werden.

    Was geschieht mit dem freiwillig einbezahlten PK-Betrag, wenn Sie versterben oder Versicherungs­leistungen beanspruchen müssen, zum Beispiel aufgrund einer Invalidität? Berücksichtigt Ihre Pensions­kasse den zusätzlich ein­bezahlten Betrag oder erbringt sie ihre Leistungen nur auf Basis des versicherten Lohns?

  • Schutz vor Sanierungsmassnahmen

    Wie steht es um den Deckungsgrad Ihrer Pensionskasse? Liegt dieser deutlich unter 100 Prozent, so könnte eine Sanierung erforderlich werden. Diese Kosten hätten insbesondere berufs­tätige Versicherte zu tragen; bei ihnen wird dann zum Beispiel der Umwandlungs­satz, die Verzinsung oder auch beides reduziert.

  • Rendite nach Steuern

    Der freiwillige Einkauf in die Pensions­kasse kann eine rentable Geldanlage sein. An erster Stelle werden oft die steuerlichen Vorteile genannt. Aber grade bei den Steuer­vorteilen existieren je nach Kanton grosse Unterschiede. Um auf kantonale Regelungen einzugehen, lohnt sich zum Beispiel ein individueller Einzahlungs­plan, der den Einkauf gestaffelt angeht (siehe Tipp 5).

    So oder so ist es wichtig, die Rendite nach Steuern gemeinsam mit einer Expertin oder einem Experten vorausschauend zu berechnen.

  • Sperrfrist für Kapitalbezug

    Wer freiwillige Einzahlungen in die 2. Säule leistet, kann frühestens drei Jahre nach dem Einkauf wieder ohne Einschränkungen auf das einbezahlte Geld zugreifen. Ansonsten wären die eingesparten Steuern nachzuzahlen. Das wird zum Beispiel dann relevant, wenn Sie Pensionskassen-Kapital für einen Hauskauf beziehen möchten. Zwar existieren Ausnahmen zu dieser Regelung, diese müssen aber von Fall zu Fall geprüft werden.

  • Gestaffelter PK-Einkauf

    Dieser Punkt ist besonders wichtig für Personen, die grössere finanzielle Möglichkeiten haben: Es macht nicht immer Sinn, den maximalen Einkauf in einem Mal zu tätigen. Je nach Kanton lohnt es sich, gestaffelt einzuzahlen. So können Sie die Steuervorteile weiter optimieren. Ein individueller Einzahlungsplan ist in diesem Fall ein bewährtes Hilfsmittel.

 

  

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