Woher kommt die nächste Disruption?

Trends 15.01.2020
Lesezeit: 1 Minute(n)

Manchmal gleicht die Arbeit eines Finanzanalysten der eines Seismologen. Um den Zeitpunkt der nächsten Disruption zu ermitteln, recherchieren wir, vergleichen Daten und machen Vorhersagen.

Mobilität im Wandel

Die Fortschritte im autonomen Fahren sind schon länger in aller Munde. Die Bemühungen kommen aus unterschiedlichen Ecken – traditionelle Autokonzerne, etablierte Softwaregiganten, clevere Startups. Über die möglichen Auswirkungen wird heiss diskutiert. Sie reichen von der kompletten Disruption der Transportindustrie bis hin zu einer Umgestaltung der modernen Stadt. Fakt ist: Die nächsten zehn Jahre werden mehr Veränderungen in der Art und Weise der Fortbewegung bringen als jedes Jahrzehnt seit der Erfindung des Automobils.

Aufkommende Technologien und Geschäftsmodelle wie Ride-Hailing und Sharing, autonomes Fahren, Mikromobilität und sogar eVTOL (fliegende Taxis) werden die Branche aufwirbeln. Klassische Autohersteller sehen sich vor grossen Herausforderungen. Hohe Investitionen sind notwendig, um im Bereich neuer Antriebe und autonomer Fahrlösungen zu punkten. Gleichzeitig konterkariert das Konsumverhalten der Millennials die grossen Hersteller. Mobilitätsdienste wie Uber sind heute bereits so verbreitet, dass die Führerscheinzulassungen in den USA rückläufig sind. Mobilität wird also zukünftig vermehrt als Service konsumiert. Von Experten wird diese als Mobility-as-a-Service bezeichnete Industrie mit einem Volumen von 7 Milliarden US-Dollar bewertet.

Internet of Things in der Fabrik

Während sich Mobilitätsentwicklungen im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit bewegen, fliegen die Vorboten der sogenannten Industrie 4.0 bis anhin eher unter dem Radar.

Diese Industrialisierungsphase wird so genannt, da nach der Erstindustrialisierung (1. industrielle Revolution), der Förderbandtechnik (2.) und der IT-gesteuerten Automation (3.) nun die vierte industrielle Revolution folgt. Sie beinhaltet die intelligente und dauerhafte Verknüpfung und Vernetzung von Maschinen und maschinell betriebenen Abläufen in der Industrie.

Dazu gehört die intelligente Fabrik mit Augmented-Reality-unterstützten Prozessen oder auch der Aufbau einer Produktionskette aus autonomen Modulen, die Fehlerquellen vorausschauend eliminieren und im industriellen Internet of Things kommunizieren. Man verspricht sich integrierte Systeme, die schneller, besser, billiger und auch ressourcenschonender produzieren. Die Technologie wird die Produktionsabläufe drastisch verändern. Fabriken werden zu Kommunikationsplattformen umgestaltet, in denen Mensch und Maschine vernetzt arbeiten, während sich der Fokus für Arbeiter auf Planung, Prozesskontrolle und Instandhaltung verlagert.

 

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