Vontobel mit gutem Ergebnis in 2020

Medienmitteilung
11.02.2021 Lesezeit: 11 Minute(n)

  • Sehr gutes Netto-Neugeld in Höhe von CHF 14.8 Milliarden.
  • Netto-Neugeldwachstum mit 7.4 Prozent deutlich über dem Zielband.
  • Betreute Kundenvermögen plus 10 Prozent auf CHF 248.2 Milliarden.
  • Robuste Bruttomargen in allen Bereichen unterstreichen Kundenfokus und Produktqualität trotz allgemeinem Margendruck.
  • Vorsteuergewinn um 5 Prozent auf CHF 321.0 Millionen gesteigert.
  • Stabiler Betriebsertrag in Höhe von CHF 1’266 Millionen bei guter Ertragsqualität.
  • Geschäftsmodell auf wiederkehrende Erträge ausgerichtet.
  • Aufwand-Ertrags-Verhältnis mit 74.1 Prozent gegenüber Vorjahr verbessert.
  • Gute Eigenkapitalrendite von 13.3 Prozent auf Basis eines um 4 Prozent gestiegenen Eigenkapitals.
  • Robuste Eigenkapitalausstattung: Tier-1-Kapitalquote in Höhe von 19.8 Prozent deutlich über Anforderungen.
  • Zukunftsgerichtete Veränderungen im Verwaltungsrat.
  • Gut ins neue Jahr gestartet.

Vontobel ist auch 2020 gewachsen und hat erneut ein gutes Ergebnis erzielt. Einer der Haupttreiber des Wachstums war weiterhin die hohe Nachfrage nach Vontobel-Anlageprodukten in einem Umfeld, das global von einem steigenden Anlagebedarf der Investoren geprägt war. Unter dem Strich resultiert ein sehr gutes Netto-Neugeldwachstum in Höhe von CHF 14.8 Milliarden, das mit 7.4 Prozent deutlich über dem Zielband von 4 bis 6 Prozent lag. Gleichzeitig stiegen die betreuten Kundenvermögen, die zum Schluss des ersten Halbjahres noch unter dem Stand zu Jahresbeginn lagen, gegenüber dem Jahresende 2019 um 10 Prozent auf CHF 248.2 Milliarden (CHF 226.1 Milliarden).

Basis für dieses Wachstum ist neben dem internationalen kundenzentrierten Vertrieb die hohe Investmentexpertise von Vontobel. Die hohe Anlagequalität wird durch eine gute Positionierung in den relevanten Rankings unterstrichen. 69 Prozent aller von Morningstar bewerteten Vontobel-Fonds befinden sich bei Betrachtung über einen Anlagehorizont von drei bis fünf Jahren im ersten oder zweiten Quartil.

Vontobel wird auch in Zukunft in die globale Anlageexpertise und damit in den Mehrwert für die Kunden investieren. 2020 wurden unter anderem als Teil der Wachstumsstrategie für Asien durch die Verpflichtung eines China A-Shares-Research- Teams in Hongkong neue Anlagekompetenzen aufgebaut.

Darüber hinaus hat Vontobel seine Fixed Income–Expertise verstärkt und die Internationalität seines Anlageteams mit zusätzlichen Spezialisten ausgebaut. Das Wachstum in 2020 spiegelt sich in dem Gewinn vor Steuern, der gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent von CHF 306.7 Millionen auf CHF 321.0 Millionen stieg. Auf um Einmaleffekte in Höhe von CHF 5.5 Millionen bereinigter Basis lag der Vorsteuergewinn ebenfalls um 5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Die Einmaleffekte inkludieren Kosten für die Realisierung von Synergien aus der im Dezember 2019 angekündigten Neuaufstellung. Unter Ausklammerung von Sondersowie Währungseffekten hätte eine Steigerung von 14 Prozent resultiert. Das Ergebnis nach Steuern lag 2020 mit CHF 259.4 Millionen leicht unter dem Vorjahreswert (CHF 265.1 Millionen), da 2019 Steuerentlastungen in verschiedenen Ländern zu Buche schlugen. Der Betriebsertrag blieb gegenüber 2019 stabil bei CHF 1’266 Millionen (CHF 1’262 Millionen). Vontobel hat das Geschäftsmodell bereits seit Jahren sehr gezielt auf wiederkehrende Erträge ausgerichtet. Damit wächst Vontobel vor allem mit dem stetigen Anlageerfolg der Kunden. Entsprechend dem konservativen Risikoprofil nutzen wir Kredite nicht als strategischen Wachstumshebel für das Geschäft mit Wealth Management-Kunden. Die strategisch klare Ausrichtung auf Investmentkompetenz und Kundennutzen führt dazu, dass Vontobel 80 Prozent der Geschäftserträge mit Beratungs- und Vermögensverwaltungsdienstleistungen erwirtschaftet. Zu dieser strategischen Ausrichtung gehört auch, dass das Investmenthaus kein Firmenkundengeschäft betreibt. Damit drohen im Vergleich zu anderen Anbietern auch keine Ausfälle aus Firmenkundenkrediten infolge der Corona-Krise.

Trotz coronabedingter Aufwendungen verbesserte Vontobel das Aufwand-Ertrags-Verhältnis durch konsequentes Kostenmanagement von 75.6 Prozent auf 74.1 Prozent. Das für 2020 selbstgesetzte Ziel eines Aufwand-Ertrags-Verhältnisses von weniger als 72 Prozent wurde nicht erreicht. Bei einer um 4 Prozent gesteigerten Eigenkapitalbasis erzielte Vontobel eine insgesamt gute Eigenkapitalrendite, die mit 13.3 Prozent leicht unter dem ambitionierten eigenen Zielwert von mindestens 14 Prozent lag. Vontobel hat stets unterstrichen, dass die Sicherung langfristiger Wachstumsmöglichkeiten Vorrang vor kurzfristigen Kostenoptimierungen hat. Ungeachtet dessen wird Vontobel auch in Zukunft seine Kosten mit Blick auf das Erreichen der selbstgesetzten Ziele aktiv managen.

Mit einer CET1-Kapitalquote von 13.8 Prozent (Ende 2019 13.5 Prozent) und einer Tier-1- beziehungsweise einer Gesamtkapitalquote von 19.8 Prozent (Ende 2019 19.9 Prozent) ist Vontobel weiterhin sicher kapitalisiert. Die Kapitalquoten liegen unverändert deutlich über den regulatorischen Mindestanforderungen der FINMA von 7.8 Prozent für die CET1- Kapitalquote, 9.6 Prozent für die Tier-1-Kapitalquote und 12 Prozent für die Gesamtkapitalquote.

Gut gestartet in 2021

«Vontobel hat den Gewinn vor Steuern in den zurückliegenden knapp 20 Jahren mehr als verzehnfacht und steigerte ihn auch im zurückliegenden Jahr. Der sehr gute Nettoneugeldzufluss wie auch die kontinuierlich steigenden Gewinne bestätigen unsere Strategie als fokussiertes reines Investmenthaus. Die ersten Wochen von 2021 zeigen, dass Vontobel mit Blick auf die fortgeschriebenen anspruchsvollen Ziele und der Ambition 2030 auch in diesem Jahr auf gutem Weg ist. Mit unserer klaren Positionierung als kundenzentrierter aktiver Investmentmanager, der Technologie für einen modernen Kundenservice und zur Erzielung überdurchschnittlicher Performance nutzt, sind wir gut aufgestellt für die Veränderungen in unserer Branche. Der Digitalisierungsschub als Folge der Pandemie wird den Finanzsektor stärker in grosse Discounter und leistungsfähige, margenstarke Fachgeschäfte mit besonderem Kundenservice segmentieren und schliesslich die Konsolidierung beschleunigen. Vontobel wird auch 2021 die sich ergebenden Chancen nutzen. Dabei liegt der Fokus unverändert auf organischem Wachstum mit solider Kapitalbasis», sagt Zeno Staub, CEO Vontobel.

Vontobel geht davon aus, dass 2021 ein weiteres Jahr mit vielen Unwägbarkeiten sein wird. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft werden die Märkte und damit die Anleger auch in diesem Jahr weiter fordern. Gleiches gilt zudem für die anhaltend niedrigen Zinsen wie auch die verschiedenen geopolitischen Unsicherheiten. Umso mehr wird es aus Sicht des Investmenthauses von Bedeutung sein, die relevanten Risiken zu identifizieren und die richtigen Chancen zu nutzen.

Attraktive Dividende vorgeschlagen

Vor dem Hintergrund des insgesamt guten Geschäftsergebnisses wird der Verwaltungsrat der Generalversammlung am 20. April 2021 eine unveränderte Dividende in Höhe von CHF 2.25 vorschlagen. Vontobel hatte im Vorjahr die Dividende um 7 Prozent erhöht. In den vergangenen zehn Jahren, in denen die Ausschüttung pro Aktie nie gesenkt wurde, hat sich die Dividende mehr als verdoppelt. Insgesamt profitierten die Aktionäre in der zurückliegenden Dekade von Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufen in Höhe von rund CHF 1.3 Milliarden.

Veränderungen im Verwaltungsrat

Frank Schnewlin hat im Januar 2021 seinen 70. Geburtstag gefeiert und sich nach vielen Jahren der Mitgliedschaft im Verwaltungsrat von Vontobel entschieden, an der Generalversammlung vom 20. April 2021 aus dem Verwaltungsrat der Vontobel Holding AG und der Bank Vontobel AG auszuscheiden. Der Verwaltungsrat durfte seit 2009 von seiner grossen unternehmerischen Erfahrung und seinen umfassenden Kenntnissen der internationalen Finanzmärkte profitieren. Er hat Vontobel ausserdem seit 2012 als Vizepräsident des Verwaltungsrates in vielen herausfordernden Situationen unterstützt und war aufgrund seines profunden Wissens, insbesondere in Risiko- und Kapitalplanungsthemen, von 2009 bis 2019 Vorsitzender des Risk and Audit Committee. Dort hat er immer wieder Bestehendes hinterfragt und das Risikomanagement weiterentwickelt.

Herbert J. Scheidt, Verwaltungsratspräsident von Vontobel, sagt: «Frank Schnewlin hat viele Jahre als Vizepräsident und als Vorsitzender des Risk- and Audit Committee eng an meiner Seite gearbeitet und mich mit seinem enormen Wissen in Bezug auf Finanzmärkte und Risikomanagement herausragend unterstützt. Vorausschauend hat er seinen Vorsitz des Risk- and Audit Committee im Jahr 2019 an David Cole übergeben und dessen Einarbeitung eng begleitet. Wir sind ihm zu grossem Dank verpflichtet und wünschen ihm für die neue Lebensphase alles erdenklich Gute.»

Neu zur Wahl in den Verwaltungsrat der Vontobel Holding AG und der Bank Vontobel AG schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 20. April 2021 Andreas Utermann und Dr. Michael Halbherr vor.

Andreas Utermann kam im Jahr 2002 zur Allianz und prägte dort zunächst den Aufbau einer weltweiten Multi-Boutique- Organisation im Asset Management. Ab 2012 leitete er acht Jahre lang erfolgreich die Allianz Global Investors, eine globale Investmentgesellschaft, zunächst als Co-Head und Global Chief Investment Officer und ab 2016 bis 2019 als CEO. Zuvor war er zwölf Jahre in unterschiedlichen Funktionen für die Merrill Lynch Investment Managers tätig. Andreas Utermann hat einen Bachelor of Science der London School of Economics and Political Science und einen Master of Arts in Economics der Katholieke Universiteit Leuven. Es ist beabsichtigt, Andreas Utermann der Generalversammlung 2022 zur Wahl als Verwaltungsratspräsident der Vontobel Holding AG und der Bank Vontobel AG vorzuschlagen.

Michael Halbherr ist als Verwaltungsratsmitglied, Unternehmer und Investor primär für junge, vielversprechende Technologieunternehmen tätig. Bis 2014 war er CEO des Geschäftsbereichs HERE (Kartendienste) der Nokia Corporation und Teil der Nokia Geschäftsleitung. Davor baute er als CEO das Startup-Unternehmen gate5 auf, einen Pionier im Bereich mobiler ortsbezogener Dienste mit Sitz in Berlin, das er 2006 erfolgreich an Nokia verkaufte. Ferner war er in Führungspositionen in verschiedenen Unternehmen einschliesslich der Boston Consulting Group tätig. Michael Halbherr begann seine Karriere als Postdoktorand am Massachusetts Institute of Technology und promovierte in Elektrotechnik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.

Herbert J. Scheidt, Verwaltungsratspräsident von Vontobel, sagt: «Wir freuen uns sehr, dass Andreas Utermann und Michael Halbherr unsere Nomination in den Verwaltungsrat angenommen haben. Die Kompetenzprofile beider Persönlichkeiten passen hervorragend zu unserer langfristigen strategischen Ausrichtung als kundenzentriertes Investmenthaus, das Investment Knowhow und Technologie als Schlüsselfähigkeiten für den künftigen Erfolg von Vontobel definiert hat. Andres Utermann verfügt über umfangreiche globale Geschäftserfahrung und tiefes Wissen im Investment- und Finanzbereich, welche er durch Führungspositionen in der Asset Management-Branche erworben hat. Michael Halbherr ist ein anerkannter Experte mit ausgewiesener Führungserfahrung in den Bereichen Technologie und Innovation. Die beiden zur Wahl vorgeschlagenen Neuzugänge werden den Verwaltungsrat mit ihrem wertvollen Fachwissen und ihrer langjährigen und vielseitigen Managementerfahrung unterstützen und so Vontobels Führungsrolle im Investmentbereich und die Förderung datengetriebener Innovation weiter stärken».

Geschäft mit Asset Management-Kunden bleibt stärkste Ertragssäule

Das Geschäft mit institutionellen Kunden in den Bereichen Asset Management sowie Platforms & Services hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt. Dabei waren die Asset Management-Lösungen erneut der stärkste Wachstumstreiber. Vontobel zählt heute gemessen an den vertriebenen Fonds zu den Top 10 Active Mutual Fund Managern in Europa. Im Heimmarkt Schweiz gehören wir zu den vier grössten Asset Managern. Gute Produkte und ein weltweit tätiges Team von kundenzentrierten Asset Management-Beratern bildeten die Basis für ein Wachstum, das weit über dem Marktdurchschnitt lag. Insgesamt flossen Asset Management CHF 9.5 Milliarden Netto-Neugeld zu, was mit 7.8 Prozent deutlich über dem Zielkorridor von 4 bis 6 Prozent lag. Die verwalteten Vermögen stiegen in 2020 gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf CHF 134.6 Milliarden. Besonders gut entwickelte sich 2020 die Nachfrage nach Fixed Income-Lösungen von TwentyFour Asset Management sowie nach Produkten der auf quantitative Lösungen spezialisierten Boutique Vescore. Als Wachstumsmotor erwies sich einmal mehr auch die Sustainable Equities-Boutique. Sie zog mit CHF 4.1 Milliarden 43 Prozent des Asset Management-Nettoneugelds an. Darüber hinaus gilt Vontobel als einer der führenden Emerging Markets- Spezialisten.

Als «high conviction» Asset Manager hat Vontobel entgegen des branchenweiten Trends in den zurückliegenden Jahren seine guten Margen und damit seine Ertragsqualität im Asset Management weitestgehend verteidigen können. So erzielte Asset Management auch im Berichtsjahr eine im Vergleich zum Wettbewerb gute Bruttomarge in Höhe von 42 Basispunkten. Der Vergleichswert betrug im Vorjahr 45 Basispunkte. Der Betriebsertrag stieg gegenüber 2019 um 1 Prozent auf CHF 514.6 Millionen.

Vontobel wird seinen Wachstumskurs im Asset Management fortsetzen und hier einen besonderen Fokus auf den asiatischen und nordamerikanischen Markt sowie die Kundengruppe Global Banks legen. Bereits im Frühjahr 2020 hatte Vontobel darüber informiert, dass die Beteiligung an der Asset Management Boutique TwentyFour Asset Management LLP in 2021 aufgestockt werden soll.

Auch Platforms & Services, der zweite Geschäftsbereich mit institutionellen Kunden, setzte mit einem Nettoneugeldwachstum in Höhe von 7.8 Prozent beziehungsweise CHF 1.1 Milliarden (CHF 0.5 Milliarden) und gestiegenen Umsätzen auf den Plattformen seinen Wachstumskurs fort. Vontobel steht Finanzintermediären wie External Asset Managern (EAM) und Banken mit Plattformen wie deritrade, einer der führenden «Multi Issuer Platform» für strukturierte Produkte, EAMNet oder Plug’n’Trade zur Verfügung. Vontobel profitierte in diesem Bereich von den transaktionsstarken Märkten im Frühjahr 2020, die sich im Laufe des Jahres wieder normalisierten. Der Betriebsertrag belief sich insgesamt auf CHF 152.3 Millionen und lag damit auf dem guten Niveau des Vorjahres (CHF 150.9 Millionen). Trotz des allgemeinen Margendrucks, der im Geschäft mit Finanzintermediären zu spüren ist, erzielte Vontobel im Geschäft mit EAMs, das für rund die Hälfte des Betriebsertrags dieser Client Unit steht, eine Bruttomarge in Höhe von stabilen 50 Basispunkten (2019: 50 Basispunkte). Platforms & Services sieht vor allem in Asien und Deutschland weiteres Wachstumspotential.

Wealth Management mit starkem Netto-Neugeld

Erfreulich entwickelte sich auch das Geschäft mit den Wealth Management-Kunden und den Privatkunden, die über die digitalen Kanäle mit Vontobel interagieren. So vertrauten die Wealth Management-Kunden Vontobel CHF 3.8 Milliarden Netto- Neugeld an. Dies entspricht einem starken Wachstum von 6.3 Prozent nach 0.1 Prozent im Vorjahr. Nachdem sich private Anleger im ersten Halbjahr vor allem coronabedingt mit zusätzlichen Investitionen zurückgehalten hatten, war in der zweiten Jahreshälfte ein Nachholeffekt mit entsprechend hohen Netto-Neugeldzuflüssen zu verzeichnen. Vor allem Kunden aus dem Heimmarkt Schweiz und aus Europa suchten nach dem harten Lockdown ab dem dritten Quartal nach neuen Anlagemöglichkeiten. In 2020 haben die Vermögensverwaltungskunden von einer gegenüber dem Markt und dem Wettbewerb guten Performance profitiert. Vontobel setzte 2020 einen besonderen Fokus auf die Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen. Darüber hinaus wurden auch im vergangenen Jahr die Beraterteams weiter verstärkt und ausgebaut. So eröffnete Vontobel in Mailand ein neues Beratungszentrum für italienische Wealth Management-Kunden. Ferner wurde die Kompetenz in Vorsorgefragen mit einem neuen Team von Spezialisten weiter gestärkt.

Trotz des allgemeinen Margendrucks, der Negativzinsen und der hohen Barmittel, die von den Kunden weiterhin gehalten werden, erzielte Vontobel Wealth Management eine insgesamt gute Bruttomarge in Höhe von 73 Basispunkten (2019: 74 Basispunkte). So wie sich die Kundentransaktionen im Zuge ruhigerer Märkte verringerten, normalisierte sich auch die Bruttomarge im Laufe des Jahres auf hohem Niveau. Der Betriebsertrag entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr stabil und liegt bei CH 423.6 Millionen (CHF 429.2 Millionen). Vontobel Wealth Management wird auch in Zukunft von dem steigenden Anlagebedarf profitieren. Dabei geht das Investmenthaus davon aus, dass aktive Vermögensverwalter wie Vontobel in Zeiten nicht gleichgerichteter Märkte weiter an Attraktivität für diejenigen Kunden gewinnen werden, welche Investitionschancen bestmöglich nutzen wollen. Ferner ist zu beobachten, dass das internationale politische Umfeld bei den Kunden den Wunsch nach regionaler Diversifikation wachsen lässt. Zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten eröffnen sich für Vontobel darüber hinaus durch einen verstärkten Fokus auf die Kundengruppe der besonders vermögenden Privatpersonen (UHNWI).

Wachstum prägte auch das Geschäft mit Privatkunden, welche die Vontobel-Expertise vornehmlich über digitale Kanäle nutzen. So baute Vontobel seine Marktanteile im Geschäft mit derivativen Produkten sowohl im Heimmarkt Schweiz wie auch in den wichtigen internationalen Fokusmärkten Deutschland und Italien weiter aus. Vor allem die sehr volatilen Märkte im Frühjahr 2020 führten in der ersten Jahreshälfte zu einer höheren Nachfrage privater Anleger nach Hebelprodukten, die sich im Laufe des Jahres dann normalisierte. Vontobel profitierte insbesondere in den transaktionsstarken Monaten von den in der Vergangenheit getätigten Investitionen in seine technischen Systeme. Im Corona-Jahr 2020 mit Handelsaktivitäten auf Rekordniveau waren die Stabilität der Systeme und damit Transaktionssicherheit zu jedem Zeitpunkt ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Vontobel war auch für seine Digital Investing-Kunden zu jeder Zeit mit dem kompletten Serviceangebot verfügbar. Dies spiegeln auch die Auszeichnungen, die Vontobel in 2020 erhalten hat. So wurde das Investmenthaus als Gesamtsieger mit dem Deutschen Zertifikate Award ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung des italienischen Certificate Journal belegte Vontobel in den beiden wichtigsten Kategorien «Zertifikat des Jahres» und «Bester Emittent» die Plätze eins und zwei. In der Schweiz erhielt Vontobel auf den Swiss Derivatives Awards 2020 insgesamt vier Auszeichnungen, unter anderem den Top Service Award.

Positiv entwickelte sich zudem cosmofunding, die digitale Plattform für Privatplatzierungen und -darlehen für Schweizer Unternehmen und öffentlich-rechtliche Körperschaften. Im Herbst 2020 wurde die erste digitale öffentliche Anleihe über die Vontobel Plattform im Schweizer Markt aufgelegt. Insgesamt wurden über cosmofunding seit dem Start im Oktober 2018 Privatplatzierungen und -darlehen in Höhe von rund CHF 6.3 Milliarden emittiert.

Der Betriebsertrag im Bereich Digital Investing stieg 2020 gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf CHF 183.5 Millionen (CHF 160.9 Millionen).

  

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Bei Vontobel gestalten wir die Zukunft aus eigener Hand. Wir schaffen Chancen und verfolgen diese entschlossen. Wir beherrschen, was wir tun – und tun nur, was wir beherrschen. So bringen wir unsere Kunden weiter. Als global agierendes kundenzentriertes Investmenthaus mit Schweizer Wurzeln sind wir auf Vermögensverwaltung, aktives Asset Management und Anlagelösungen spezialisiert. Dabei nutzen wir die Möglichkeiten der Technologie für hochwertige, individuelle Kundenerlebnisse und für die Multiplikation unserer Investmentkompetenz über Plattformen und Ecosysteme. Wir befähigen unsere Mitarbeitenden und erwarten von ihnen, dass sie eigenverantwortlich handeln und neue Perspektiven eröffnen. Denn für uns beginnt erfolgreiches Investieren damit, persönlich Verantwortung zu übernehmen. Erreichtes stellen wir immer wieder infrage, denn wir verfolgen den Anspruch, die Erwartungen unserer Kunden zu übertreffen. Die Namenaktien der Vontobel Holding AG sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die enge Bindung der Vontobel-Familien zum Unternehmen garantiert unsere unternehmerische Unabhängigkeit. Die daraus entstehende Freiheit ist zugleich Verpflichtung, unsere Verantwortung auch gegenüber der Gesellschaft wahrzunehmen. Per 31. Dezember 2020 waren Vontobel CHF 312.2 Milliarden an Kundenvermögen anvertraut. Weltweit und im Heimmarkt Schweiz sind wir für unsere Kunden an 26 Standorten tätig.

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