Kunst bei Vontobel

Fotografie als Spiegel der Gegenwart

Kunst zu fördern und sie in unseren Alltag zu integrieren, ist Teil unserer Unternehmenskultur. Wir sammeln Kunstwerke aus dem Bereich zeitgenössische Fotografie, die wir in unseren Räumlichkeiten zeigen, und unterstützen junge Künstler_innen bei der Umsetzung neuer Projekte.

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NEWS

«A New Gaze 3» geht an Dongkyun Vak

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Dongkyun Vak (*1992, Seoul) gewinnt den Vontobel-Förderpreis für zeitgenössische Fotografie mit seinem Projektvorschlag zum Thema «Verantwortung im Zeichen des Anthropozän». Ehrung des Künstlers im Rahmen einer Ausstellung in den Vontobel-Räumen in Zürich im Frühjahr 2021.

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Anne Morgenstern, «First Contact», 2007 / © the artist

  

Leitbild

Die Vontobel-Kunstsammlung hat ihre Anfänge in den 1970er-Jahren, als Dr. Hans Vontobel (1916-2016) aus Leidenschaft für die Kunst eine Kunstkommission ins Leben rief. Von da an baute das Gremium, das aus kunstinteressierten Mitarbeitenden besteht, langsam aber stetig eine Sammlung mit Werken der Schweizer Kunst auf.

Die Neuausrichtung der Sammlungsstrategie führte 2015 zur Gründung der Fachstelle «Kunst bei Vontobel». Fachpersonen stiessen dazu und bauten eine kleine Abteilung auf, die heute als Teil der unternehmerischen Verantwortung geführt wird. Der Entscheid, unser Engagement auf zeitgenössische Fotografie von nationalen und internationalen Kunstschaffenden zu richten, läutete eine neue Ära ein. Unser Interesse gilt seither dem fotografischen Medium, was sowohl der Sammlung als auch dem 2017 ins Leben gerufenen Förderpreis für junge zeitgenössische Fotografie «A New Gaze» eine klare, zeitgenössische und zukunftsweisende Richtung gibt.

Bis heute sind kunstbegeisterte Vertreter_innen des Unternehmens Teil der Vontobel-Kunstkommission und so direkt in die Entscheidungsprozesse involviert. Der renommierte Zürcher Fotografieexperte und Ausstellungsmacher Urs Stahel prägt als Berater Sammlung und Projekte. Leitende Kuratorin «Kunst bei Vontobel» ist Luisa Baselgia.

Eine Sammlung für zeitgenössische Fotografie

Fotografie macht zwar nur einen relativ kleinen Teil des Kunstschaffens aus, ist aber ein zentrales Bildkommunikationsmittel auf der ganzen Welt, das ein spannendes und reiches Spektrum eröffnet. Die Kamera wurde einst als Apparat erfunden, der die Realität für die Ewigkeit festhalten sollte. Schnell nutzten Fotograf_innen das Medium auch als subjektives Ausdrucksmittel und liessen die reine Dokumentation hinter sich. Die Befreiung der Fotografie von der klassischen Verwendung begann Mitte des 20. Jahrhunderts mit der aufkommenden Medialisierung, was den Weg in Richtung Kunst ebnete. Der Durchbruch kam in den 1980er und 90er-Jahren, als die Akzeptanz des Mediums als künstlerisches Ausdrucksmittel stieg und die freie Fotografie den Einzug ins Kunstmuseum und den Kunstmarkt schaffte.

Heute benutzen Künstler_innen Techniken aus der bald 200 Jahre alten Fotografiegeschichte, von analoger Grossbildkamera bis hin zu Smartphones, Screenshots und Bewegtbildern. Und auch neueste technologische Mittel zur Visualisierung aus den Computerwissenschaften und dem Informationsdesign, etwa Virtual Reality oder Computer Generated Imagery, sind Teil der künstlerischen Praxis. Auf unterschiedlichste Art und Weise werden Bildwelten erschaffen, Seh- und Visualisierungstechniken eingesetzt, um neue Blicke auf die Gegenwart zu erhalten. Künstler_innen nehmen sich Zeit, zu sehen, zu forschen, zu denken und zu hinterfragen. Das Endprodukt ist ein visuelles Werk, das uns auf attraktive Weise einlädt, mitzudenken, zu staunen, zu entdecken und neu zu sehen.

Die neue Vontobel-Kunstsammlung sammelt Werke von internationalen Künstler_innen ab der Jahrtausendwende. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der Darstellung des Menschen und seinem Tun in der Gegenwart: Welche Gesichter hat der gegenwärtige Mensch? Wie sieht die Gesellschaft aus? Welche Konventionen gibt es in der Darstellung von Menschen? Wie hat sich das Bild des Menschen in den letzten 20 Jahren verändert? Welchen Einfluss hat die Globalisierung auf das Bild des Menschen? Und auf der anderen Seite: Was und wie produziert dieser Mensch? Was tut er und wie beeinflussen diese Taten unsere Welt, unseren Planeten? Wie verändern neue Technologien und Errungenschaften zurückwirkend auch die visuelle Welt? Mit der entscheidenden, aber offenen Frage: Wo hört Menschsein auf?

A New Gaze

«A New Gaze» ist ein Förderpreis für junge zeitgenössische Fotografie. Vontobel verleiht den Preis im zweijährigen Rhythmus und ermöglicht jeweils einem/r internationalen Kunstschaffenden die Umsetzung einer Projektidee, von der Konzeption bis hin zur Ausstellung mit Publikation.

Der Preis richtet sich an junge Künstler_innen, die am Anfang ihrer Laufbahn stehen. Für jede Ausschreibung wählt Vontobel einen Kontinent und ein Thema aus. Mithilfe von Expert_innen der lokalen Kunst- und Fotografieszene laden wir 50 bis 100 Nominierte ein, eine Projektidee einzureichen. Eine Jury entscheidet über das Gewinnerprojekt, das der Künstler bzw. die Künstlerin mit der Unterstützung des Kuratorenteams innert eineinhalb Jahren umsetzen kann. Der Preis ist mit CHF 20000 dotiert. Zusätzlich zum Honorar finanzieren wir die Produktion der Ausstellung sowie die Publikation. Das Projekt findet seinen Höhepunkt in einer öffentlich zugänglichen Ausstellung im Vontobel-Hauptgebäude in Zürich.

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Luisa Baselgia

Ist seit 2015 leitende Kuratorin der Vontobel-Kunstsammlung und Projektleiterin und Co-Kuratorin des Förderpreises «A New Gaze». Sie hat an den Universitäten Zürich und Basel Kunstgeschichte sowie Theorie und Geschichte der Fotografie studiert. Zudem ist sie Teil des Vermittlungsteams im Fotozentrum in Winterthur.

  

Catharina Hanreich

Ist Projektleiterin bei «Kunst bei Vontobel» mit einem Schwerpunkt auf dem Förderpreis «A New Gaze». Nach der Ausbildung zur Fotografin studierte sie Kunstgeschichte und Theorie und Geschichte der Fotografie an der Universität Zürich und arbeitete als Bildredakteurin.

  

Christian Schilz

Ist Leiter des Teams Corporate Responsibility und Leiter der Vontobel-Kunstkommission. Er hat 2014 die Neuausrichtung der Sammlung initiiert und sie seither begleitet.

  

 

Urs Stahel

Ist externer Berater der Vontobel-Kunstkommission und prägt mit seiner Expertise die Sammlung und den Förderpreis. Er hat das Fotomuseum in Winterthur mitbegründet und zwanzig Jahre lang geleitet. Heute ist er freier Kurator, Autor und Dozent im Bereich der Fotografie.

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Foto: Anne Morgenstern

  

Mitglieder der Vontobel-Kunstkommission

Axel Schwarzer Head Asset Management und Präsident Vontobel-Kunstkommission
Jean-Pierre Stillhart Head Vontobel Wealth Management Deutschschweiz
Hanspeter Gehrer Head of Capital Advisory
Christian Schilz Head Corporate Responsibility

 

  


1 of 4 Paul Graham, «End of an Age #42» und «End of an Age #39», 1997 / © the artist / Foto: Dirk Weiss
2 of 4 Viviane Sassen, «X», 2017 / © the artist / Foto: Dirk Weiss
3 of 4 Eva O`Leary, «Mirror Selfie 4», 2016 / © the artist / Foto: Dirk Weiss
4 of 4 Kyungwoo Chun, «Face to Face 5», 2017 / © the artist; (hinten) Kurt Caviezel, «Heaven», 2016 / © the artist / Foto: Dirk Weiss
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Corporate Responsibility

Kunstförderung gehört seit jeher zu unserer Unternehmenskultur. Wir sind überzeugt, dass Kunst und Kultur wichtige, ja unverzichtbare Akteure einer funktionierenden Gesellschaft sind, dass in der Kunstproduktion viele kreative Denk- und Handlungsansätze entwickelt und ausprobiert werden können. Diese kreative Denk- und Produktionsweise möchten wir unterstützen. Es ist die Kunst, die uns Betrachtern neue Blickwinkel ermöglicht, uns herausfordert oder ganz einfach auch erfreut. Kunstwerke bereichern den Alltag, ermöglichen einen vom Arbeitsalltag entkoppelten Dialog, einen Perspektivwechsel. Mit dem Ausstellen der Sammlung möchten wir für Mitarbeitende, und Kund_innen eine inspirierende Umgebung mit langfristigem Wert schaffen.

  

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