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CIO Update
Geopolitik

Publiziert am 02.09.2022

Makroökonomisches Update für den Monat September 2022

Noch vor Kurzem waren die Inflation und die Reaktion der Zentralbanken darauf das grosse Thema unter den Marktteilnehmern. Seit dem Ende der Sommerferien stellen wir eine Veränderung fest: Jetzt ist es das Wirtschaftswachstum, das Sorgen bereitet.

Wir halten die Kursgewinne im August für eine Bärenmarkt-Rallye und beobachten die Märkte weiterhin genau. Unsere Ausrichtung im Portfolio behalten wir vorerst unverändert bei.

 


Das monatliche CIO-Update analysiert das aktuelle Marktumfeld und deckt dessen Hintergründe auf. Es präsentierten Mario Montagnani, Senior Equity Strategist, und Michaela Huber, Investment Strategist.

  

Wir lassen unsere Ausrichtung unverändert

Die grosse Frage am Markt lautet derzeit: Wo stehen wir im Wirtschaftszyklus? Ein guter Indikator, um dies zu bestimmen, sind traditionell die Renditekurven. In den USA sind viele in letzter Zeit invertiert. Daraus leiten wir ab, dass wir uns am Ende des Zyklus befinden und erwarten, dass wichtige Frühindikatoren wie die ISM-Umfrage und die Einkaufsmanager-Indizes in den nächsten Monaten sinken werden.

Dazu lohnt sich ein Vergleich mit den 1970-ern, einer Zeit mit einer ebenfalls hohen Inflation. Sobald die Inflation den Höhepunkt erreicht hatte, folgte der Aufschwung an den Märkten.

A propos Aufschwung: Jüngst erholten sich die Kurse. Doch wir gehen «nur» von einer Bärenmarkt-Rallye aus, die sich besonders in den USA abgezeichnet hat. Investoren gingen davon aus, dass die Federal Reserve die Zinsen in Zukunft weniger aggressiv erhöhen würde. Diese Hoffnungen wurden spätestens nach Jerome Powells Kommentaren auf dem Jackson Hole Symposium enttäuscht.

Zwar scheint es so, dass der Höhepunkt der Inflation vorbei ist und die Fed ihre Politik nicht mehr so aggressiv straffen wird wie im ersten Halbjahr 2022, doch andere Kriterien stimmen weniger positiv. Darin wurden wir in den letzten Tagen bestätigt: Die Rallye ging merklich zurück. All diese Faktoren und die weiterhin unsichere geopolitische Lage sorgen dafür, dass weiterhin eine Rezessionsgefahr besteht.

Wir behalten unsere neutrale Haltung für alle wichtigen Anlageklassen bei. Bei den Aktien bevorzugen wir nicht-zyklische Märkte wie die USA und die Schweiz. Bei den Obligationen spricht der Höhepunkt der Inflation und die Zinswende für eine längere Duration. Gleichzeitig stimmen die Wachstumsschwäche und striktere Kreditvergaben eher zurückhaltend. Wir geben derzeit Staatsanleihen den Vorzug. Bei den alternativen Anlagen halten wir am Übergewicht für Gold als Absicherung fest.

  

  

  

 

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