Unternehmerische Werte: die Basis für Innovation

Insights , Nachhaltige Wertschöpfung , Vermögen & Vorsorge 30.07.2020
Lesezeit: 2 Minute(n)

Im Weltwoche-Interview verraten die beiden Familien-Verwaltungsräte, warum das «Vontobel-Gen» bis heute ein Erfolgsrezept ist – auch für ein global agierendes Investmenthaus

Bremst ein Unternehmen, das auf Tradition setzt, seine Innovationskraft aus? Der vermeintliche Widerspruch hält sich hartnäckig in einer Gesellschaft, die Tradition reflexartig als Stillstand abtut. Ein Trugschluss, der den wichtigsten Punkt verpasst. Denn im Kern beschreibt Tradition nicht, was ein Unternehmen tut, sondern wie es etwas tut: zum Beispiel, indem es tradierte Werte hochhält. Und die können bekanntlich gelebt werden, ohne alt zu werden.

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Maja Baumann und Björn Wettergren geben eher selten Interviews. Sie stehen für die vierte Generation der Eigentümerfamilien – geniessen im Verwaltungsrat aber keine Sonderrechte. © Vontobel 2020

  

Von
Florian Schwab,

Wirtschaftsjournalist und Redaktor der Weltwoche.

Seinen Artikel publizieren wir hier mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

Wer Innovationen auf dem Fundament etablierter Werte vorantreibt, den bringen sie selbst in Corona-Zeiten nicht ins Wanken – sondern vorwärts. Hans Vontobel prägte dafür einst den Begriff «quand même». Für ihn zählte, dass man selbst gegen Widerstände an einer Entscheidung festhält – so lange sie richtig ist. Oder auf die heutige Corona-Welt übertragen:

Nur wer nicht in kurzfristigen Sachzwängen gefangen ist, kann überhaupt aktiv entscheiden.

Diese «Beharrlichkeit» (Tenacity) ist einer von drei Werten, die Vontobel bis heute ausmachen. Zwei weitere sind die unternehmerische «Weitsicht» (Foresight) und das Mitdenken als «Inhaber» (Ownership), das Mitarbeitende auf allen Stufen verinnerlichen und tagtäglich leben. Zusammen definieren sie eine Unternehmenskultur, die Vontobel im Kern schon seit nunmehr fast 100 Jahren antreibt.

Kultur ist und bleibt nur, was auch gelebt wird

Als Maja Baumann und Björn Wettergren die Nachfolge von ihrem Grossvater respektive Grossonkel antraten, lagen diese Werte keineswegs so klar vor ihnen. Aber sie wussten, wie wichtig diese «weichen Faktoren» für Vontobel waren – und für einen erfolgreichen Generationenwechsel ganz generell.

So lag es auf der Hand, dass die Schärfung dessen, was Vontobel ausmacht, zu einem der ersten Projekte wurde, in das sie sich als Verwaltungsräte intensiv miteingebracht haben.

Es lohnt sich, implizit gelebte Unternehmenswerte aufzuspüren und sie explizit auszuformulieren.

Im Interview mit Florian Schwab (Weltwoche) zeigen Maja Baumann und Björn Wettergren auf, wie Hans Vontobel die familiäre Kontinuität im Verwaltungsrat organisierte. Sie erklären, wie die Holding-Struktur dazu beitrug, mögliche Konfliktlinien zu entpersonalisieren – sodass das Management mit langfristiger Perspektive agieren und investieren kann.

Erfahren Sie im Interview ausserdem

  • Geschäftserfolg: So hat Vontobel im ersten Corona-Halbjahr abgeschnitten
  • Nachhaltigkeit: Bei Hans Vontobel schon Thema, als das noch «Öko» hiess

  

  

  

  

Oftmals unterschätzt: Family Influenced Businesses

  

  

 

  

  

 

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