Kommen jetzt die «Supercycle»-Jahre?
7 Fakten zum Klima­wandel, die für Investoren relevant sind

Insights, Nachhaltige Wertschöpfung
21.05.2021 Lesezeit: 3 Minute(n)
Beispiel zum Thema «Supercycle Investing»: eine Kläranlage zur Wasser-Reinigung (fotografiert von oben)

Die nächsten Jahrzehnte dürften zu einem «Supercycle» werden für Investitionen in sauberes Wasser, Lifecycle Management und weitere mehr. © Getty

 

Seit Jahren alarmieren uns beunruhi­gende Erkenntnisse von Klima­forschenden und die Aussicht auf einen zunehmend un­bewohn­baren Planeten. Hitzewellen, Stürme, Waldbrände beispiel­losen Ausmasses und Dürren sind keine Selten­heit mehr. Das Polareis schmilzt und die Meeres­spiegel steigen.

Was können verantwortungs­volle Anleger­innen und Anleger zur Lösung beitragen?

Millionen meist junger Menschen demonstrie­ren jeden Freitag in mehr als 125 Ländern, um den Rest der Welt­bevölkerung zum Handeln aufzu­rütteln. Zusammen sind sie das Rück­grat der «Fridays For Future»-Bewegung.

Die Demonstrationen sind eine Reaktion auf die sich häufenden Belege für die globale Erwär­mung mit ihren gravierenden Folgen, die sich unmittel­bar vor unseren Augen abspielen:

  • Mittlerweile treten Hitzewellen, Stürme, Waldbrände beispiellosen Ausmasses und Dürren in immer kürzer werdenden Abständen auf.
  • Meerwasser wird wärmer und das Polareis schmilzt.
  • Hierdurch steigen die Meeres­spiegel, was wiederum zu Über­schwem­mungen und zur Erosion von küsten­nahen und tief­liegenden Gebieten führt.
  • Gleichzeitig werden lebens­wichtige natürliche Ressourcen immer knapperzum Beispiel sauberes Trinkwasser, um nur eine zu nennen.

Die Proteste werden lautstark von Wissen­schafts­organisationen unter­stützt: So haben beispiels­weise 2019 mehr als 28’000 Wissenschaft­lerinnen und Wissen­schaftler aus dem deutsch­sprachigen Raum eine Stellung­nahme unterzeichnet, dass sie die Bedenken der jungen Protest­bewegung als berechtigt und begründet ansehen. Auf Grundlage gesicherter wissen­schaftlicher Erkenntnisse.

  

Infografik: Die sieben Fakten im Detail

 

Nach rechts blättern und sieben Fakten zu Klima­wandel und Umwelt­ver­schmutzung kennen­lernen

 

  

Massive Investitionen als Teil der Lösung

Der letzte der sieben Fakten, der enorme Investitions­bedarf und das Bewusstsein darüber, weist einen möglichen Weg zur Lösung: Durch die kontinuierliche Technologie­entwicklung und das Aufkommen neuer Industrie­zweige lassen sich die negativen Auswirkungen des Klima­wandels und der Umwelt­verschmutzung möglicher­weise begrenzen. So kann beispiels­weise das exponenzielle Wachstum erneuerbarer Energien, das im vergangenen Jahrzehnt durch den technolo­gischen Fortschritt angetrieben wurde, einen positiven Einfluss auf die CO2-Bilanz von Unternehmen und privaten Haushalten haben. Bei neuen Anlagen liegen die Kosten für Strom aus Wind- sowie Solar­energie nun sogar unter dem von Atom- und Kohlestrom und leicht niedriger als bei Strom aus Erdgas. Fast 90 Prozent des Anstiegs der welt­weiten Strom­kapazitäten konnten im letzten Jahr auf das Wachstum von Wind-, Solar- und Wasser­kraft zurück­geführt werden.

Regierungen kündigen simultan massive grüne Infra­struktur­pakete an:

  • Der Green Deal der Europäischen Union zielt darauf ab, dass die im Überein­kommen von Paris vereinbarten Ziele eingehalten werden und die EU bis 2050 klima­neutral wird. Das eine Billion schwere Paket sieht auch Mittel für Projekte vor, die dem Klima­wandel entgegen­wirken. Darüber hinaus wurden wichtige Gesetze und Leit­linien verabschiedet – einschliesslich eines EU-Emissions­handels­systems und nationaler Emissions­ziele für die Bereiche Transport, Gebäude und Landwirt­schaft.
  • Unterdessen sind die USA infolge des Wahl­siegs von Joe Biden wieder Teil des globalen Kampfs gegen den Klima­wandel. Die Demokraten haben ein weit­reichendes Klima­schutz­gesetz eingebracht, das auf eine vollständige Dekarbonisierung der US-Wirtschaft bis 2050 abzielt und milliarden­schwere Investitionen in eine klima­freundlichere Infrastruktur vorsieht.

  

Supercycle-Jahre für ausgewählte Investitionen

Technologien und Branchen, die den strukturellen Wandel fördern

Die nächsten Jahrzehnte dürften unserer Ansicht nach zu einem «Supercycle» werden für Anlagen in saubere Energie, emissions­armen Transport, ressourcen­effiziente Industrie­produktion und Gebäude­technik sowie sauberes Wasser und Lifecycle Management. (Lesen Sie hierzu auch: 6 Wirtschafts­bereiche, in denen Sie beim Investieren einen Impact erzielen können.)

Die umfassende Globali­sierung der Klima­politik und das Ziel der Supermächte dieser Welt, ihre Emissionen zwischen 2050 und 2060 auf null zu senken, werden zu einem Boom in solchen Anlage­themen führen (systematisch dazu: das Vontobel Megatrends-Modell, insbesondere der Megatrend «Nachhaltige Wertschöpfung). Weitere staatliche Investitions­pakete für grünere Volkswirt­schaften werden ihr Übriges tun. Wir erwarten in den nächsten Jahrzehnten in diesen Bereichen viele attraktive Chancen für lang­fristig orientierte Anlegerinnen und Anleger.

  

Für private Anleger_innen

Kennen Sie die Grundlagen von «Thematic Investing»?

Thematische Investments eignen sich, um auf ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen. Sie eignen sich hingegen weniger, um eine Diversifi­zierung zu starten. Unsere Experten erklären, warum.

Zur Einführung

 

  

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Haben Sie gewusst?

Thematischer Anlageansatz mit Fokus auf «Impact»


Thematische Anlageformen
(auch «thematic investings» genannt) identi­fizieren Unternehmen, die dafür prädestiniert sind, von strukturellen Veränderungen maximal zu profi­tieren. So ist bei den oben genannten Branchen (und vielen weiteren) eine höhere Chance zu erwarten, dass sie am dynamischen Wachs­tum parti­zipieren. Anlegerinnen und Anleger haben eine breite Auswahl an Themen, die von Mobili­täts­konzepten der Zukunft über E-Sport bis hin zu Chancengleichheit reicht.

Impact Investing zielt dagegen auf eine positive Wirkung ab, um neben finanziellen Erträgen auch öko­logische und soziale Probleme zu adressieren. Bei Vontobel investieren wir mit unserem Impact-Ansatz in Unternehmen, die wir als am besten positioniert erachten, um fort­schrittliche Verände­rungen voranzutreiben und solche Trans­formations­prozesse zu unter­stützen.

  

  

  

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Beispielbild zum Megatrend Technologiewandel: Eine Roboterhand versucht, eine Gänsefeder zu fangen, die langsam nach unten schwebt. © GettyImages

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